Easy going bei vinzenzmurr
Donnerstag, 13. April 2006 • Rubrik: IRL, Sage und schreibe
München ist schon eine echt hektische Stadt. Alle total gestresst hier. Umso besser, dass es Unternehmen gibt, die alles gaaanz langsam angehen lassen. Die Metzgereikette Vinzenzmurr zum Beispiel: Die verkauft „Cole Slow“. Gaaanz langsamen Krautsalat.
Keine Kommentare
Keine Grammatik-Garantie
Donnerstag, 13. April 2006 • Rubrik: Mediengedöns, Sage und schreibe
Schon das mit der Hitgarantie ist ja beim Münchner Radiosender Gong 96,3 so eine Sache… Aber zumindest sind die Gongis so vernüftig, nicht auch noch eine Grammatik-Garantie zu geben, denn dieses Versprechen könnte so manche(r) Moderator(in) nicht einhalten. Kostproben gefällig? Bitteschön: „… die Bayern lernen jedem Gegner das Fürchten“ und „an Ostern feiern wir die Auferstehung Jesus Christus“. Wie sagte schon unser Ede? „Wir müssen den Kindern mehr Deutsch lernen“.
Keine Kommentare
Leckerbissen für Sprachwissenschaftler
Montag, 10. April 2006 • Rubrik: Kurios, Sage und schreibe
Ausnahmsweise heute mal ein Buchtipp, eigentlich mehr ein Surftipp: „The Meaning Of Tingo“ von Adam Jacot de Boinod. Normalerweise ist das hier nicht der Platz für solche Empfehlungen, schon allein weil diese schon ein paar Wochen alt ist und auch schon gedruckt wurde. Aber das Thema ist absolut spannend für Menschen, die sich mit Sprache beschäftigen, und das Buch klingt vielversprechend. Interessant ist an diesem Beispiel aber auch, wie so ein Buchprojekt im Netz fortgesetzt werden kann. Noch ist das begleitende Blog zwar klein, aber erfreut sich reger Beteiligung in den Kommentaren. Gerade bei einem dermaßen aufwändigen Thema wie vergleichender Sprachwissenschaft (um nichts anderes handelt es sich im Prinzip bei dem, was Adam Jacot de Boinod da treibt) ein guter Ansatz, um die Forschungsarbeit fortzuführen – ganz einfach vom heimischen Schreibtisch aus. Wenn der Autor das durchhält, dann schreibt sich das nächste Buch quasi von selbst.
Keine Kommentare
Schön schief
Montag, 20. März 2006 • Rubrik: Kurios, Netz, Sage und schreibe
Vor vielen, vielen Jahren, in meiner journalistischen Ausbildung, wurde ich gelegentlich vor „schiefen Bildern“ gewarnt. Manche Bilder sind aber so schief, dass sie einfach zu schön sind. Zitat:
„Altötting ist an sich schon ein wichtiger Wallfahrtsort für Katholiken mit vielen tausend Besuchern jährlich. Wenn im September allerdings der Papst in die Stadt kommt, wird der Teufel los sein.“
(entdeckt in einem Dossier über den anstehenden Papst-Besuch bei BR-Online)
Nun ja… Wollen wir mal hoffen, dass sich dadurch niemand in seinen religiösen Gefühlen verletzt fühlt. Könnte sonst ungemütlich werden.
Keine Kommentare
Finalo furiose
Montag, 27. Februar 2006 • Rubrik: Italia, Mediengedöns, Sage und schreibe
Jetzt isses vorbei in Turin. Endlich, möchte man sagen, wenn man Begriffe „Carnevalo italiano“ lesen muss. Dass das nach Jahrzehnten von immer wiederkehrenden Berichten über den „Carnevale di Venezia“ und seine Pendants in anderen italienischen Städten immer noch passieren kann? Seltsam ist ja nicht, dass jemand beim schnellen Schreiben auf solche Ideen kommt. Seltsam ist, wenn jemand entweder nicht richtig wiedergeben kann, was er sieht und hört oder nicht mal versucht, es mit sicher schon mal gehörten oder gelesenen ähnlichen Wörtern abzugleichen. Das ist dann schade, weil so ein Patzer im ersten Satz den ganzen Artikel schnell diskreditieren kann. Ich persönlich habe im vorliegenden Fall beispielsweise noch noch schnell nach ähnlichen sprachgewandten Stilblüten gescannt – und die Geschichte eben nicht gelesen.
