Moderne Geschichtenerzähler

Dienstag, 22. Mai 2007 • Rubrik: Mediengedöns, Netz

Ein sehr anregendes Interview ist heute in der „Online Journalism Review“ zu lesen. Jay Allison (dort als Murrow-Preisträger und Web-Pionier vorgestellt) redet darüber, wie und warum er mit Nutzergenerierten Audioinhalten das öffentliche Radio in den USA reformieren will. (more…)

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Multimediales Erzählen (mal wieder)

Samstag, 17. März 2007 • Rubrik: Mediengedöns, Netz

Neue, multimediale Erzählformen – das hat mich schon vor einiger Zeit beschäftigt. Aber irgendwie setzen sich keine neuen Formen durch, und alle machen nur noch Fernsehen im Netz. Drüben bei PodGast hab ich ein paar ausführlichere Anmerkungen dazu verfasst, inspiriert von einem Eintrag beim Blogruf von Falk Lüke.

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Stau? Was? Wie? Wo?

Donnerstag, 21. Juli 2005 • Rubrik: Mediengedöns, Sage und schreibe

Erschreckendes, wenngleich nicht unbedingt überraschendes, will der „Auto Club Europa“ (das Deppen Leer Zeichen gehört offenbar so) herausgefunden haben: 55 Prozent der Autofahrer verstehen die Staumeldungen im Radio nicht. Zu viel Information auf zu engem Raum, meistens konzentrieren sich die Fahrer auf andere Dinge und können dem Moderator nur eingeschränkt folgen. Liest man auch die Originalmeldung des ACE und das dazugehörige Interview, dann wird das Unbehagen noch größer. Der Verkehrspsychologe, der die Wirkung einer einzelnen (!) Verkehrsmeldung untersucht hat, plädiert für radikal vereinfachte Verkehrsinfos: Keine Zahlen, keine Richtungsangaben – sondern einfach nur Meldungen nach dem Muster „Stau zwischen Rastatt und Raststätte Baden-Baden“. Allerdings sagt er nicht, wie das bei 20 oder 30 einzelnen Meldungen klingen soll.
Eine Frage wirft aber auch der Verkehrspsychologe nicht auf: Jeder Radiomensch, der sich auch nur ein ganz kleines bisschen theoretisch mit seinem Tun auseinandergesetzt hat, weiß, dass es auf die Art der Präsentation, die richtigen Betonungen und eine einfache, klare Schreibe ankommt. Verkehrsmeldungen sind in ihrer bisherigen Form ein Biotop des gepflegten Nominalstils. Und wenn die dann noch ohne Punkt und Komma runtergeleiert werden, KANN ja keiner was verstehen. Warum also soll ausgerechnet eine radikal komprimierte Verkehrsmeldung verständlich sein? Wenn schon so einfach, dann sollten auch ein paar Verben und Artikel sein. Dafür lässt diese Art von Minimalismus aber keinen Raum.

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Sprachpolizisten unter sich

Freitag, 27. Mai 2005 • Rubrik: Netz, Sage und schreibe

Auf den ersten Blick scheint es immer ein bisschen lustig, wenn jemand krampfhaft versucht, seine Sprache anglizismenfrei zu halten. Besonders professionalisiert haben diese Kunst bekanntlich unsere französischem Nachbarn – aktuell auch nachzulesen bei Telepolis. Zugegeben, die meisten der genannten Beispiele sind etwas übertrieben. Aber nach dem ersten Schmunzeln machen sie auch nachdenklich: Man muss ja nicht gleich das „Zwischennetz“ oder die komplette „Weichware“ neu erfinden… Manchmal reicht es auch, eine Datei auf die Festplatte des Rechners herunterzuladen, anstatt sie „downzuloaden“. Und schon sind wir selber unter die Sprachpuristen gegangen – oft, ohne es zu wollen. Von da ist es zur strafbewehrten „nicht-dies-sondern-das“-Liste nicht mehr weit. Nicht zuletzt die Diskussion um die Deutschquote im Radio hat kürzlich gezeigt, dass manches, was früher mal indiskutabel war, plötzlich schwer angesagt sein kann.

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