GEMA für Podcaster

Titus, Samstag, 22. Juli 2006, 9:00 Uhr • Rubrik(en): Lalalalalaaaah., Mediengedöns, Netz

Wie lange haben die dafür gebraucht? Egal, Hauptsache die GEMA setzt sich überhaupt mit dem Thema Podcasting auseinander. Denn was bisher unmöglich war – nämlich Musik in Podcasts einzubauen, wenn deren Rechte (also die an der Musik) von der GEMA vertreten werden – ist jetzt immerhin möglich. Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, bietet die Rechteverwertungsgesellschaft jetzt ein eigenes Lizenzmodell für Podcaster. Mehr dazu auch bei Netzeitung und Readers Edition. Allerdings ist das Einbauen von Musik an eine ganze Reihe von Bedingungen geknüpft. Die sollen verhindern, dass irgendjemand auch nur entfernt in der Lage sein könnte, auf diese Art und Weise kostenlos an seine Musik zu gelangen. Und nach wie vor sind auch einige rechtliche Probleme nicht gelöst, sodass ernsthafte Podcaster, die womöglich noch Geld damit verdienen wollen, weiterhin auf „podsafe“ Musik ausweichen müssen – also Musik, die unter einer entsprechenden Lizenz frei angeboten wird. Schade eigentlich: Denn so wird eine ganze Reihe von Künstlern einfach von einer technischen Entwicklung ausgeschlossen, weil die verantwortlichen Rechteverwerter panisch darauf bedacht sind, dass nur ja keiner ohne Bezahlung Musik hört. Wetten, dass die meisten Künstler da wesentlich aufgeschlossener wären?

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