Geordneter Rückzug?
Titus, Donnerstag, 16. Februar 2006, 11:56 Uhr • Rubrik(en): Mediengedöns, Sage und schreibe
Jetzt also doch: Nach der Reform der Rechtschreibreform spricht vieles dafür, dass Spiegel und sogar die FAZ zur reformierten Rechtschreibung zurückkehren (via w&v). Zurückkehren? Ja, irgendwie schon, denn schließlich sind sie alle schon mal in neuer Rechtschreibung erschienen, sind dann angeblich zur alten zurückgekehrt (was nicht immer lange durchgehalten wurde) und öffnen sich jetzt nach ein paar Plazebo-Änderungen am Regelwerk wieder der neuen Rechtschreibung. Egal, wie man auch zur Reform stehen mag: Wer sich damit ernsthaft beschäftigt, der kann das ganze Theater nur eingeschränkt nachvollziehen. Immerhin kann man dem Aufstand von vor zwei Jahren und der anschließenden Reform der Reform eines zugute halten: Das alles ermöglicht jetzt den organisierten Reformverweigerern, doch noch umzuschwenken und dabei ihr Gesicht zu wahren.
