Monatsarchiv für Februar 2005

Wer hat Angst vorm Spindoktor?

Montag, 28. Februar 2005 • Rubrik: Krimskrams

Wahlkämpfe sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Was waren das noch für Zeiten, als mit der Hoffnung auf einen Regierungswechsel oder auf das Ausbleiben desselben einfach nur positive und optimistische Botschaften verbunden waren und man zwar übertrieb, dass sich die Balken bogen, im Grunde aber bei der Sache blieb! Vorbei. Erst mal vor allem in Großbritannien, wo „Kerrys GiftspinneZack Exley nun laut Spiegel Online den Laden gehörig aufmischen soll. Exleys Spezialität sind demnach gefälschte Bilder – koksende Präsidenten und ähnliches mehr.
Wenn die Labour-Leute den Mann nicht wollen – vielleicht können wir den haben? Nach dem aktuellen Dänen-Bashing und Söders neuestem Streich lässt sich da ja nichts mehr wirklich ausschließen.

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Such den Schuh!

Sonntag, 27. Februar 2005 • Rubrik: Krimskrams

Ich hab vor ein paar Tagen offline etwas entdeckt, was überhaupt nichts mit den üblichen Themen dieses Blogs zu tun hat, aber doch mindestens eine existenzielle Frage aufwirft. Mehrere solcher…
Zettel mit Schuhfoto und der Frage: 'Wer hat meinen Schuh gefunden?'
…Zettel hängen hier im Viertel an Bäumen und Laternenmasten herum. Hätte ich diese Zettel nicht selbst mehrfach gesehen, ich würde es nicht glauben. So aber fragt man sich kopfschüttelnd: Wo lebe ich eigentlich?

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Schneidige Wetterfrösche

Sonntag, 27. Februar 2005 • Rubrik: Krimskrams

Das italienische Fernsehen ist vollkommen zu Recht selten ein Thema in deutschsprachigen Medien. Wobei es erstens natürlich keine Regel ohne Ausnahme gibt und zweitens auch Trash seinen Reiz hat, das muss auch mal gesagt werden. Dass aber die italienischen Wetterberichte auch in der einschlägigen Literatur für unverbesserliche Italophile kaum mal eine Rolle spielen, das ist wirklich ungerecht. Denn wenn da jemand in schneidiger Luftwaffenuniform (der Kenner weiß: Italienische Uniformen sind im Gegensatz zu deutschen wirklich ansehnlich) zackig das Wetter präsentiert, das hat schon was… Der durchschnittliche Nichtitaliener kann gar nicht anders, als vor dem Fernseher gleich ein bisschen Haltung anzunehmen. Deswegen bin ich dem Tagesanzeiger-Korrespondenten Oliver Meiler auch extrem dankbar, dass er sich über diese uns so fremde Art des Wetterberichts auslässt, denn das Phänomen kann gar nicht genug gewürdigt werden. Wobei – das ist das andere Problem (das er leider nur anreißt) – italienische Wetterberichte auch gelegentlich recht inhaltsleer daherkommen (so etwa nach dem Motto: „Sonne im Süden bei 30, Schnee im Norden bei -10, unruhige See“). Und wo wir schon bei Kult im italienischen Fernsehen sind: Völlig unübertroffen ist der Beamte der Guardia di Finanza in voller Montur bei der Ziehung der Lottozahlen. Wer den sieht, der entwickelt eine leise Ahnung davon, wie man sich den ominösen und stets gesichtslosen „Aufsichtsbeamten“ vorzustellen hat, der sich früher unsichtbarerweise bei uns „vom ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgerätes überzeugt“ hat.

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Kulturpessimismus, Lektion I

Samstag, 26. Februar 2005 • Rubrik: Krimskrams

Das Fernsehen macht uns alle blöd, intelligentes Radio ist mittlerweile ein Paradoxon, schreiben kann sowieso keiner mehr, und die Jugend von heute kann nicht mal mehr ordentlich sprechen. Es geht einfach nichts über die geflegte Schwarzseherei als Attitüde. Ein schönes Beispiel solcher Thesen – und wie man die entsprechenden Gemeinplätze wie Seifenblasen zum Platzen bringen kann – hat Stefan Weber bei Telepolis geliefert. Mein Fazit: Jeder ordentliche Kulturpessimist (und Sprachpfleger sowieso!) sollte wissen, dass er gegen Windmühlen kämpft. Aber man kann’s ja mal versuchen, schließlich ist die Welt so schon schlecht genug, irgendjemand muss hier ja für Ordnung sorgen… ;-)

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Geile Schweizer?

Mittwoch, 23. Februar 2005 • Rubrik: Krimskrams

Die spinnen, die Schweizer, möchte man fast ausrufen… Scheint auf den ersten Blick ganz schön schräg, was da jetzt im Tagesanzeiger zu lesen ist: Kleine Babies bekommen Viagra! Wie jetzt?! Müssen die kleinen Würmchen jetzt auch schon immer können müssen? Oder haben – was böse Zungen schon länger behaupten – die Schweizer sie einfach nicht mehr alle? Nichts von alledem… Eigentlich steckt dahinter eine ganz ernsthafte Geschichte. Trotzdem ein schöner Fall von „klingt komisch – is aber so!“ Und die Überschrift ist natürlich ein echter Eyecatcher, wer da nicht hinklickt, hat kein Herz… ;-)

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